von Stingray am Sa 4. Okt 2008, 16:11
Hi Astral!
Erstens: Es ist dabei nicht egal, um welche Limit Variante es sich handelt. Relevant ist dabei, ob der Kontrahent davon ausgehen kann, ob man Bluffen kann oder nicht.
Bei Fixed Limit wird dir niemand einen Bluff abkaufen. Deshalb wird ein Erhöhen mit 2 Assen auch als ernste Bedrohung wahrgenommen.
Wenn du bei No Limit erhöhst, dann kann der Kontrahent vielleicht davon ausgehen, dass du doch bluffst. Auch wenn es nicht der Fall ist. Eben weil es bei No Limit möglich ist zu bluffen. Deshalb wird dein Kontrahent dich beobachten um einschätzen zu können, ob du gerade etwas in der Hand hältst oder nicht. Das erkennt er an deinen vorher gespielten Blättern und vor allen Dingen an deiner Satzart.
Du musst dich also auf jede Variante speziell einstellen, wenn du das Maximum für ein gutes Blatt erhalten möchtest.
Um einen Gegner an der Stange zu halten muss man auf jeden Fall mit einem Top Blatt zwar erhöhen, aber man darf nicht zu viel erhöhen. Ansonsten wird, wie schon von dir beschrieben, der Braten gerochen. Dabei kommt es auch darauf an, in welcher Position zu sitzt. Wenn nur ein Kontrahent mitgegangen ist und du als letzter in der Runde am Zug bist, dann sollte man mit 2 Assen eher keine Erhöhung vornehmen. Man will den Kontrahenten schliesslich an der Stange halten um soviel wie möglich mitzunehmen. Wenn du aber in letzter Position sitzt und fast alle vor dir mitgegangen sind, dann kannst du eine ordentliche Erhöhung vornehmen, um einige aus der Runde zu werfen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass irgendjemand etwas bedeutendes während der Runde per Zufall erreicht. Eine Strasse oder einen Flush. Dann sind deine beiden Asse wertlos. Du muss also je nach Risiko handeln.
Bis dann
Stingray